Red Velvet Ruffle Cake

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Es ist tatsächlich schon wieder eine Weile her, dass ich gesagt habe “Ihr Lieben, der Ofen ist wieder an, die Vicky backt wieder.” Wie das aber nunmal so ist vergeht die Zeit wie im Flug – hell-dunkel-hell-dunkel, das Wochenende ist vorbei und irgendwie war zwischen Sonnenbaden, Gärtnern und dem Pflegen meiner sozialen Kontakte schon wieder keine Zeit eine süße Köstlichkeit zu zaubern.
Aber heute gibt es endlich wieder etwas Neues! Gestern nämlich habe ich mir im Naschwerk eine absolut entzückende Tortenplatte gekauft: aus Porzellan, mit Fuß, in einem leichten Vintage-Design. Bisher durfte ich tatsächlich eine Tortenplatte nicht mein Eigen nennen…irgendetwas kam der Anschaffung immer zuvor. Nun also hatte ich die perfekte Möglichkeit (oder den geeigneten Vorwand) loszulegen. Denn so ein hübsches Utensil bedarf eines mindestens genauso hübschen Törtchens, damit die gemeinsame Präsentation zu einem Feuerwerk der Geschmacksknospen wird.
Und weil ich demnächst die große Freude haben werde ein Ruffle Cake zu kreieren, wollte ich die Einweihung meiner neusten Errungenschaft doch direkt mit der Gelegenheit zum Üben verbinden. Hier also ein Red Velvet Chocolate Ruffle Cake, nach einem Rezept der amerikanischen Hausfrau par excellence, Martha Stewart:

Zutaten:

  • 2 1/2 Tassen Mehl
  • 1 Teelöffel Salu
  • 1/4 Tassen Backkakaopulver
  • 1 1/2 Tassen Zucker
  • 1 1/2 Tassen Pflanzenöl
  • 2 Eier
  • 1/4  Tassen rote Lebensmittelfarbe
  • 1 Fläschchen Vanillearoma
  • 1 Tassen Buttermilch
  • 1 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 2 Teelöffel weißer Essig
  • Tortencreme, z.B. Creme Formidable von Juchem
  • Butter
  • Fondant

außerdem:

  • Modellierwerkzeug

Zubereitung:

  1. Ofen auf ca. 180°C vorheizen. Mehl, Salz und Kakaopulver in einer Schüssel vermischen und zur Seite stellen.
  2. Den Zucker und das Öl in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät zu einer Masse vermischen. Dann nacheinander die Eier dazu geben und alles für ca. 2 Minuten aufschlagen. Dann das Vanillearoma sowie die Lebensmittelfarbe zum Teig dazugeben und rühren, bis alles gut verteilt ist.
  3. Abwechselnd die Mehlmischung und die Buttermilch zum Teig geben. Dann das Backpulver mit dem Essig in einer Tasche verrühren und 10 Sekunden lang unter den Teig heben.
  4. Für etwa 45 Minuten im Ofen backen, danach auskühlen lassen.
  5. Für die Buttercreme die Creme Formidable nach Anleitung mit der Butter zubereiten und kalt stellen.
  6. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, diesen halbieren und den unteren Boden mit Buttercreme bestreichen. Dann den zweiten Boden oben drauf setzen und den kompletten Kuchen mit Buttercreme bestreichen. Den Kuchen über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
  7. Am nächsten Morgen geht es ans Eindecken der Torten: torte 1
    Fondant dünn ausrollen und die Torte eindecken. Mit dem Tortenglätter das Fondant an die Buttercreme andrücken und schauen, dass die Oberfläche schön glatt ist.
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  8. Einen Strang Fondant ausrollen, sodass er sich einmal um die Torte herumlegen lässt. Die Seiten mit einem Lineal begradigen und auf einer Schaumstoffunterlage nochmals etwas dünner ausrollen. Dann eine Seite des Strangs mit dem Modellierwerkzeug bearbeiten: hierzu dieses einfach vor- und zurück rollen und Ihr werdet sehen, dass ganz einfach Rüschen entstehen. Wenn der Strang fertig ist, diesen vorsichtig anheben und an der Torte festkleben (wer keinen Zuckerkleber hat, kann auch einfach den Fondantüberzug ganz leicht anfeuchten oder sich mit punktuell eingesetztem sehr dickflüssigem Zuckerguss aushelfen ;-) )
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  9. So Reihe für Reihe weitermachen, bis die ganze Torte voll Rüschen ist.
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Es hat mir so viel Spaß gemacht, diese Torte zuzubereiten – und es wird mir noch so viel mehr Spaß machen, sie aufzuessen. Ok, das ein oder andere Stück wurde schon verschenkt (ich kann ja nicht alles alleine verspeisen – dann springt früher oder später mein Hosenknopf weg), aber natürlich habe ich auch getestet und ich kann euch versichern – yummie!

Hier noch einmal die rote Schokoladenseite des Ruffle Cake. Macht er sich nicht hervorragend auf der Tortenplatte?torte 5

 

Ich hoffe Ihr Süßen habt noch einen schönen Sonntag, ich werde nun erst einmal die Küche aufräumen müssen.
Liebste Grüße,

eure Vicky

 

 

Der Ofen ist wieder heiß

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Ihr lieben Zuckerpuppen, ich kann euch sagen. Die letzten Wochen habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, ob ich mein Blog weiterführen soll oder nicht. Zu selten kam ich in den vergangenen Monaten zum Backen geschweige denn zum Bloggen. Und das, obwohl ich seit meiner beruflichen Veränderung im Sommer 2013 eigentlich so unglaublich viel Zeit zum Rühren und Kneten, zum Backen und Dekorieren habe. Irgendetwas hat gefehlt. Also ging ich in mich, habe das Blog und meine Facebookseite für etwa 2 Wochen deaktiviert und nachgedacht. Dabei habe ich mir die folgenden Fragen gestellt:
- Warum habe ich angefangen zu backen?
Weil ich den lieben Menschen um mich rum eine Freude machen wollte – zum Geburtstag, zu einer bestandenen Prüfung oder einfach nur so weil es Montag (oder Dienstag oder Mittwoch oder … Sonntag) war

- Warum habe ich begonnen zu bloggen?
Ein sehr guter Freund, Christian, hat mich dazu ermutigt. Schon vorher haben mich viele Freundinnen nach meinen Rezepten gefragt und danach, wie ich denn dies oder jenes umsetze. Christian gab mir dann aber einen Crash-Kurs in der Blogbedienung und *tatadäm* Vicky’s Cakefactory ging online.

- Was war dann passiert?
Backen war ja schon immer total entspannend für mich – quasi mein Seelen-Yoga. Und so war es natürlich sehr schlüssig, dass meine Freunde in besonders stressigen Zeiten besonders viel Süßes schnabulieren durften, das ich gezaubert hatte. Examensphase: Massen an Cupcakes und Cakepops wurden gebacken, nerviger Job: noch mehr Cupcakes kamen aus dem Ofen der Cakefactory.
Und nun? Das Examen war bestanden, die Uni vorüber (von Zeit zu Zeit trauere ich dieser wunderbaren und lustigen und chaotischen und immer einmaligen Zeit in Trier nach), der unliebsame Job wurde gegen einen viel tolleren eingetauscht…und die Stressfaktoren haben sich derart minimiert, dass mein Liebster einmal gesagt hat “Vic, wir müssen Samstag Mittag in die Innenstadt, dass du mal wieder etwas weniger entspannt bist”. Natürlich meinte er das im Scherz, denn welcher Mann findet es schon schlimm, wenn die Freundin total gelassen und zufrieden zuhause anzutreffen ist ;-)
So jedenfalls kam es, dass ich meinem Seelenyoga nicht mehr nachgehen musste – und da ich jahrelang in der Küche nur dann kreativ geworden bin, wenn sich mein inneres Gleichgewicht verschoben hatte, fehlte in den vergangenen Monaten der Funke. Ich kann es schon fast hören, wie Ihr aufstöhnt und mit den Augen rollt “Was ist eigentlich Vickys Problem? Zu entspannt zum Backen? Hello?” Genau so habe ich auch reagiert und mich auf die Ursprünge meiner Backlust besonnen. Menschen glücklich machen.
Wie gut, dass Ostern vor der Tür stand. Denn so konnte ich gleich für mehrere lieben Personen in meinem Umfeld eine kleine süße Aufmerksamkeit zaubern. Hier sind die Bilder, die Rezepte folgen die kommenden Tage.

Ach, es ist so schön frisch motiviert zurück zu sein. Selbst das Spülen macht mir zur Zeit gar nichts aus. Dabei könnt Ihr euch sicherlich vorstellen, wie viel Schüsseln und Löffel und dings und bums so anfällt, wenn der Ofen wieder heiß wird ;-)

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Sonnige Grüße aus dem Saarland,
Eure Vicky

Naked-Cake mit veganer Sahne

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Neues Jahr – neue Backwerke!

Lange ist es her, dass Ihr etwas aus Vicky’s Cakefactory lesen durftet. Zum einen lag dies daran, dass ich sehr viel zu tun hatte und euch nicht *hopplahopp* irgendetwas zusammenrühren wollte. Zum anderen haben sich meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten nach langen Jahren wieder heftig zurück gemeldet, was mich wirklich demotiviert hat. Kurz & knapp: Milchprodukte sind nicht mehr meine Freunde. Für die Cakefactory zieht das einiges nach sich: Buttercrème, Frosting, Toppings, Sahne – adé! Jedenfalls in ihren klassischen Formen. Ich habe viel rumgesucht und ausprobiert und präsentiere euch heute ganz froh und toll meine momentane Favoriten”sahne”. Pflanzlich, sojafrei, lecker und vor allem fantastisch aufschlagbar. Die pflanzliche gesüßte Sahne von Schlagfix kann ich also nur empfehlen.

Und weil das Backen und vor allem das NASCHEN nun wieder richtig Spaß machen, habe ich heute etwas ganz tolles für euch gezaubert, um die meine Rückkehr in die Cakefactory einzuleiten:

wunderschöne Naked Cakes mit pastellfarbener Sahne und süßen Himbeeren

Ich mag diese Kuchen total gerne – denn manchmal ist the icing on the cake eben das Weglassen genau dieses ;-)
Ich finde, sie sehen total ansprechend aus. Ob in dieser kleinen Form oder als große Torte. Sofort bekommt jeder Lust auf diese Torten, weil das Innere sich einem offenbart und das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Zutaten:
4 Eier, getrennt
4 EL warmes Wasser
175g Zucker
75g Mehl
75g Speisestärke
1 Msp. Backpulver
2 EL Backkakao
1 Päckchen Sahnefest

200g Schlagfix gesüßt
Lebensmittelfarbe nach Wahl
Himbeeren

Zubereitung:
1. Die Eigelbe mit dem warmen Wasser vermischen und mit dem Mixer schaumig rühren. Nach und nach den Zucker einrieseln lassen.

2. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und unter die Eigelbmasse heben.

3.Die Eiweiß steif schlagen und vorsichtig mit einem Schneebesen unter den Teig heben. Dann den teilen und eine Hälfte mit dem Kakao dunkel einfärben.

4. Die Formen mit Backpapier auslegen und das Backpapier fetten.

5. Den Buiskuit ca. 20 Minuten bei 180°C backen.

6. Aus dem ausgekühlten Biskuit Zylinder ausstechen – ich habe dafür einfach meine Puderzuckerstreudose benutzt ;-)
Die Biskuitzylinder dann dreimal horizontal durchschneiden.

7. Die pflanzliche Sahne mit dem Päckchen Sahnefest aufschlagen und dann mit der Lebensmittelfarbe einfärben.
Die Sahne in einen Spritzbeutel füllen und die Biskuitböden damit füllen.

8. Zum Schluss jedes Naked Cake mit einer Himbeere garnieren.

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Yummi Sonntags-Frühstücksbüffet

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Einen kleinen Gruß nach langer Abwesenheit aus Vicky’s Cakefactory. Die Rezepte folgen ganz bald … Aber ich muss jetzt mit einem Chai Soja Latte und in eine kuschelige Decke gewickelt leckere Miniatursüßigkeiten naschen ;-) Donuts, Pancake Cakes, Mini-Zimtschnecken und Donut-Holes

An Apple a Day…

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Ojeoje wie lange ist es her, dass ich euch etwas neues aus meiner Backstube präsentiert habe?? Kommt es euch auch so ewig lange vor?

Bei mir war unglaublich viel los in den letzten Wochen: neuer Job, allabendliche Spaziergänge, Wochenendwanderungen…und gebacken habe ich auch zwischendurch. Nur kam ich nie dazu, zuckersüße Geheimnisse oder Küchentotalausfälle mit euch zu teilen. Heute soll das ein Ende haben: ich werde mein Cakefactory-Archiv durchwühlen und alle Fotos mit Leben füllen und den entsprechenden Worten versehen. Hier sind die süßen Cakepops, die ich am Wochenende gebacken habe.

Wie ihr ja schon seit meinen Rudolph The rednosed Reindeer Cakepops wisst, sträube ich mich gegen die Kombination süße Pops + salziges Gebäck. Die Äpfelpops, die man im Netz so findet, haben immer Salzstangen als Stiel….nicht mein Geschmack. Daher habe ich einfach Schokoladensticks genommen, die ich bei Aldi gekauft habe und schon fanden süß + süß zueinander.

Die Apple Cakepops kamen jedenfalls bei dem Vereinsfest, für das sie gedacht waren, suuuper an. Mindestens drei Damen haben nach dem Rezept gefragt ;-) da hüpft mein Backtantenherz höher

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Einmal träumen – 250€ gewinnen. Von traumhaften Touren und leckerem Tour-Brot

Heute habe ich noch etwas ganz ausgefallenes für Euch entdeckt: das Tour-Brot. Dieses wird im Auftrag der Firma Juchem und deren Mühle am Standort im schönen Bliesgau, der Bliesmühle, von vielen Bäckereien im Saarland hergestellt. Doch das besondere Schmankerl zum Tour-Brot ist die aktuelle Aktion, die sich die Firma Juchem einfallen ließ: Wer seine tollste Tour entweder per Postkarte oder auf der Website beschreibt, hat die Möglichkeit als Hauptpreis einen finanziellen Zuschuss von 250€ für seinen persönlichen “to tour” Tag zu gewinnen. Als 2. Preis winkt ein Picknickkorb, randvoll mit saarländischen Köstlichkeiten. Der 3. Preis ist ein Brot- und Brötchengutschein bei einer der teilnehmenden Bäckereien. Bild

Da ich selbst leider bei diesem Gewinnspiel nicht mitmachen kann, Euch aber dennoch meine schönste Tour nicht vorenthalten möchte, plauder ich hier mal aus dem Nähkästchen…oder eher aus dem Wanderrucksack.

Schon vor einiger Zeit wurden mein Freund und ich spontan von der Wanderlust gepackt. Schnell war klar, dass wir die Litermont-Gipfeltour in Angriff nehmen wollten. Brote wurden geschmiert, die Wanderschuhe geschnürt und schon ging es in das etwa 14km entfernte Nalbach, um diesen tollen Premium-Wandereg des Saarlandes zu erkunden.

Es wartet eine wirklich wunderschöne Strecke durch den Wald, auf dem zwar auch der ein oder andere Höhenmeter überwunden werden muss, jedoch schließen sich an die “erklimmenden” Teile der Tour stets flache Streckenabschnitte, auf denen man tief durchatmen und sich von der Anstrengung erholen kann. Hier habe ich noch einige Eindrücke für Euch von der schönen Landschaft und den Holzschnitzfiguren, die am Wegesrand stehen:

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Ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Tourbericht ein wenig inspirieren…lasst Euch was einfallen: eine Wandertour, eine Radtour, mit Freunden, Familie, zu Fuß, zu Pferd, auf dem Motorrad, völllig egal. Solange Ihr in die Tasten haut und von Eurer Traum-Tour unter www.tour-brot.de berichtet und Eure Chance auf die kleine Finanzspritze nutzt ;-)

Da ich ja die Litermont Gipfeltour schon gegangen bin, habe ich natürlich eine (oder bessere mehrere) Touren im Kopf, die ich liebend gerne im nächsten Jahr in Angriff nehmen würde…und dazu zählt zum Beispiel die grande traversée des alpes

Ich wünsche Euch einen schönen Abend,

Eure Vicky